Allergien und die psychischen Folgen
Allergien sind nicht nur körperlich belastend.
Allergien haben auch Einfluss auf das Seelenleben. Allergien machen müde, schlapp, können mit Juckreiz, Husten und auch Schmerzen einhergehen. Sie können auch das Aussehen verändern und ernsten Einfluss auf die Psyche nehmen.
Allergien und das Wohlbefinden
Leichte Allergien beeinflussen im Alltag kaum. Verschlimmern sich die Symptome, können die Patienten kurzfristig Medikamente einnehmen und sich damit helfen. Auch wenn sich die Allergie vorübergehend verschlimmert, so wissen die Betroffenen doch, dass es sich nur um eine Phase handelt und sie sich bald wieder besser fühlen. Doch es kann auch anders kommen. Ein Beispiel ist die Neurodermitis. Sie muss nicht unsichtbar an verdeckten Hautstellen liegen, sondern kann auch gut sichtbar im Gesicht oder den Händen die Blicke auf den Patienten lenken. Dazu kommt der unerträgliche Juckreiz, der die Betroffenen keine Sekunde zur Ruhe kommen lässt. Wer unter solchen Allergien leidet, kratzt sich viel und sorgt damit für zusätzliche Hautreizung und Verletzungen der Haut. Das kann zu Sekundärinfektionen führen, die unübersehbar sind. Leider sind viele dieser Folgen nicht so einfach zu behandeln. Es gibt Allergien, die sich über lange Zeit als therapieresistent zeigen und die Patienten erheblich belasten. Die Betroffenen können depressiv werden und zusätzliche psychotherapeutische Hilfe brauchen. Das gilt besonders dann, wenn die Ursache, die Erkrankung, nicht auszuschalten ist. Das gilt auch für Asthmatiker, die bei leichter Anstrengung in Atemnot geraten und damit schnell alle Blicke auf sich ziehen. Ein Asthmaanfall macht den Betroffenen hilflos und mitunter abhängig von der schnellen Hilfe anderer. Besonders für bis dahin unabhängige Menschen kann das eine erhebliche psychische Belastung nach sich ziehen.
Wenn Allergien die Lebensumstände ändern
Eine Allergie kann einen Patienten und seine Familie dazu zwingen, das Leben zu ändern. Vor allem wenn liebgewonnene Gewohnheiten aufgegeben werden müssen, kann das Depressionen nach sich ziehen. Schon so mancher Patient hat dadurch seinen Lebensmut verloren. Auch da ist es die Aufgabe des Arztes, wachsam zu bleiben und dem Patienten Hilfe zu bieten. So kann es nötig werden, dass der Patient umzieht, Familienmitglieder das Rauchen aufgeben oder sogar das Haustier abgeben werden muss. Unter Umständen ist die Veränderung der Lebensumstände eine größere Belastung als die Allergie. In diesem Fall muss unter Berücksichtigung aller Punkte in Zusammenarbeit mit dem Arzt und aller Familienmitglieder ein vernünftiger Kompromiss gefunden werden.




